WWW.GEBUEHRENSPARER.DE Newsletter vom 17. Juni 2002
CALL-BY-CALL-Änderungen seit meinem letzten Newsletter:
o Arcor (01070)
hat seine Call-by-Call-Tarif preismäßig überarbeitet.
Werktags von 20-7 Uhr und das ganze Wochenende kosten Ferngespräche nur
1,9 c/Min (vorher 2,2 c/Min). Der Preis von 7-18 Uhr Werktags bleibt
unverändert bei happigen 9,2 c/Min und von 18-20 Uhr Werktags werden nun
3,1 c/Min (vorher 2,2 c/Min) berechnet.
Alle Übrigen Tarife (Ausland und Mobilfunk) bleiben unverändert.
Abgerechnet wird im Minutentakt.
o OneTel (01086)
berechnet bis zum 31. August die ersten 10 Sekunden eines Festnetzfern-
gespräches nicht. Für Mobilfunkanrufe gilt diese Aktion leider nicht.
OneTel steht mit seinem Tarif von 1,9 bzw. 2,9 c/Min nicht schlecht da,
rechnet Ferngespräche allerdings im ungünstigen 4-Minutentakt ab.
o Teledump (0190031)
hat den Tarif von 1,5 c/Min auf 2,8 c/Min erhöht. Ich hatte Teledump extra
nicht in die Tariftabelle aufgenommen, da das zu erwarten war.
o Fonfux (0190037)
hat ebenfalls den Tarif von 1,5 c/Min aufgegeben. Nun werden 2,6 c/Min
berechnet.
o Phonecraft (0190087)
ermöglicht ab sofort auch Ortsgespräche ohne Eingabe der eigenen Vorwahl.
Bisher war das nur bei Telebillig (0190029), Teledump (0190031), Telediscount
(0190035), Fonfux (0190037) und Telestunt (0190076) möglich.
Vorsicht bei Experimenten mit hier nicht aufgeführten Anbietern!!!
o Telediscount (0190035)
berechnet für Ferngespräche derzeit nur 1,9 c/Min. Das ist vor allem in der
Hauptzeit ein unschlagbares Angebot. Es ist allerdings fraglich, wie lange das
noch gilt. Daher habe ich Telediscount nicht in die Tabelle aufgenommen.
o Phonedump (0190032)
ist ein neuer Anbieter und die siebte Marke aus dem Hause 01058.
Zum Start kosten Ferngespräche rund um die Uhr nur 1,9 c/Min und Gespräche in
die Mobilfunknetze (außer Quam)nur 16,9 c/Min. Da auch dieses Angebot nicht
allzu lange gelten wird, habe ich auch das nicht in die Tabelle übernommen.
Abgerechnet wird im Minutentakt.
INTERNET-BY-CALL-Änderungen seit meinem letzten Newsletter:
o Arcor
bietet zwei neue Internettarife an. Für Gelegenheitssurfer gibt es den
"neuen" Internet by-Call-Tarif, bei dem der Kunde 1 c/Min rund um die Uhr
zahlt - ohne Registrierung, Vertragsbindung oder Mindestumsatz. Jede
Einwahl kostet allerdings zusätzlich happige 6 Cent!
Einwahlnummer: 0192 075
Benutzername: arcor-ibc
Kennwort: internet
Der bisherige BY-CALL-TARIF mit der Einwahlnummer 0192 070 bleibt trotz
der neuen Produkte weiterhin bestehen.
Wer sich registrieren für Arcor-Internet by Call easy registriert, bezahlt
ebenfalls nur 1 c/Min aber dafür nur 3 Cent pro Einwahl - ohne Vertrags-
bindung und Mindestumsatz.
Wer bisher für Arcor-Internet by Call easy mit der Einwahlnummer 0192 074
registriert war, wird automatisch auf den neuen Tarif umgestellt und darüber
per E-Mail informiert.
o Keynet: Prepaid-Karte zum Surfen
Die Keynet-Systems GmbH bietet ab sofort einen Prepaid-Internet-Zugang an.
Je höher das gekaufte Guthaben ist, desto niedriger fallen die Surfkosten aus.
Zum Surfen mit Keynet wählt man eine kostenfreie 0800er Nummer, tippt Benutzer-
namen und Passwort ein und ist online. Karten gibt es für zehn Euro (1,51 c/min),
25 Euro (1,26 c/min) und 50 Euro (0,98 c/min) unter http://www.keynetsystems.de.
Auf einer Statusseite kann man den aktuellen Stand des Guthabens abfragen.
Die Prepaid-Karte funktioniert bei jedem Computer mit Modem oder ISDN-Karte.
Der Anbieter empfiehlt sein Produkt vor allem solchen Kunden, die ihren Computer
mit mehreren Teilnehmern teilen müssen.
Sie sollten in regelmäßigen Abständen Ihren Internettarif überprüfen, wenn
Sie Internet-by-Call nutzen.
0190-Dialer: Berlin will gegen Abzockerei vorgehen
Viele Internet-Nutzer haben schon auf höchst unerfreuliche Weise mit den
teuren Einwahlnummern Bekanntschaft gemacht. Ein paar zu schnelle Mausklicks
und schon hat man sich einen solche Dialer auf den Rechner geladen. Die
eigene, meist sehr preiswerte Verbindung wird unauffällig getrennt und eine
neue, oft mehrere Euro pro Minute teure Leitung hergestellt. Die böse
Überraschung kommt dann mit der nächsten Rechnung.
Damit soll nach dem Willen der Bundesregierung nun Schluss sein. Deshalb
wird einem Bericht vom 'Handelsblatt' Mitte Juli die Telekommunikations-
Kundenschutzverordnung, verschärft. Konkret müssen künftig Telekom-
Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Arcor oder Netcologne auf jeder
Telefonrechnung Namen und Anschrift der Anbieter von 0190er-Diensten angeben.
Das war bisher nicht der Fall. Privatleute hatten auf diese Information keinen
Anspruch.
Hintergrund: Diese Nummern werden zum Zwecke der Verschleierung häufig mehrfach
weitervermietet, so dass der eigentliche Anbieter bisher nur sehr schwer zu
ermitteln war.
Gleichzeitig muss auf der Rechnung ein Hinweis stehen, dass Beschwerden über
0190er-Gebühren direkt an den 0190er-Anbieter zu richten sind. Vor allem aber
muss die Telefonrechnung einen Warnhinweis enthalten, dass solche Gebühren
nicht automatisch mit der Rechnung kassiert werden.
Und: Telekom-Unternehmen müssen 0190er-Nummern abschalten, wenn ein Anbieter als
Abzocker aufgefallen ist oder dem Unternehmen hätte auffallen müssen. Damit sind
diese allerdings nicht einverstanden, weil die rechtliche Beurteilung schwierig
sei. Das sieht das Bundeswirtschaftsministerium allerdings völlig anders. Die
Selbstkontrolle der Branche habe komplett versagt, hieß es dort. Wenn die Anbieter
Zweifel hätten, ob sie eine 0190er-Nummer abschalten sollen oder nicht, könnten
sie die Regulierungsbehörde um Hilfe bitten.